Wäldchestag
„In Wald, da muß heut Jedes,
Zu Kutsch, zu Pferd, per Eisebah,
Zu Nache un per Pedes.
Un alle Läde un Condorn,
Die wern geschlosse; Alles!
Die Zeil leiht da, wie gottverlorn,
Un leer is selbst der Dalles!…“Friedrich Stoltze, 1853
Nicole sitzt im (preußischen?) Norden und feiert Wäldchestag, den Dienstag nach Pfingsten, wie nie vorher. Mit Mundartkassette von 1994, „1200 Jahre Frankfurt am Main“, wo u.a. Liesel Christ und Johann Philipp von Bethmann Texte vom Fritzi sprechen. Aus der guten alten Zeit, da Frankfurt noch freie Reichsstadt war. Halbe Erinnerung an die gute alte Zeit, als Wäldchestag eine Art schulfrei bedeutete. Nicht, dass ich in den Wald ginge oder mich besöffe (einzig mal über den Jahrmarkt laufen, vor Jahren), lokalpatriotische Traditionen erreichten mich zu spät – nö, ich lese „Wäldchestag“ von Andreas Maier und komme mir unheimlich cool dabei vor. Wie ich mir schon cool vorgekommen war, als ich „Oktober und wer wir selbst sind“ im letzten… Oktober las. Zwar werde ich heute nicht fertig mit dem Buch, aber davor noch einiges los:
Wahnwitz! Dieser Roman ist im Menschenmiteinander wahnsinnig, und witzig auf eine alltägliche Weise, dass es einen SOAP! oder GOSSIP! ruft, an manchen Stellen. Nicht so zugänglich, wie bestimmt auch die Wetterau nicht der zugänglichste Raum im Rheinmaingebiet ist, aber nach ca. 70 Seiten hatte es mich. Wie die Menschen miteinander sprechen, nicht miteinandersprechen in ihrem Gerede. Und wie das gemacht ist, irre. Eine Testamentseröffnung am Wäldchestag: Frevel. Passend das: „Und noch viel mehr fragten sich im März viele unserer Kreisvorsitzenden, warum ausgerechnet am Dienstag nach Pfingsten eine Kreisvorsitzendenkonferenz eingeladen wird[..].“ Roland Koch heute in seiner Rücktrittsrede. Denke auch an die Hesselbachs und das Testament von Onkel Eduard. („Ihr könnt’ euch die Tränen sparen, Ihr Baggasch!“).
Maier; einer den ich kaum begriff, als er mit uns im Matthias-Beltz-Raum saß und Apfelwein aus einer Obstlerflasche trank, da hatte er noch Bart. Einer, der mir auf viele Wege näher kommt und mich an Nahes heranzieht. Ich begreife mehr.
„Jeder Wortlaut sei in sein Gegenteil umdrehbar. Meine Gedanken erlegen den Dingen keinerlei Notwendigkeit auf. Alle reden, die ganze Welt sei ein einziges Gerede, und jede Rede sei jederzeit umdrehbar, und irgendwann haben sich die Leute daran gewöhnt. Ein Ja sei dir ein Ja, ein Nein ein Nein. Auch beliebig einsetzbar. Als sei allem die Substanz entzogen.“
Andreas Maier, Wäldchestag, Suhrkamp Taschenbuch, S. 111
Is ma wieder Zeit für ne Schlacht
its electro. its dance. its fun. SHARKS!
tanzen
-im Kreis oder auch mal geradeaus-
mitten in ´ner Meute Musikbegeisterter mit Blick auf nette Bühnenhelden, die Haie mögen…
´N toller Abend ist so gut wie garantiert.
I HEART SHARKS
spielen am 5.März ab 23 Uhr im Nachtleben/Frankfurt
Eintritt: 5 €
Einhören kann man sich hier:
http://www.myspace.com/iheartsharksmusic
Preist das Tanzbein,
Hearts up!
Und da liest sie auch schon…
Gerade saßen Teile des Untergrunds noch mit der Dame am Tisch und arbeiteten an Texten, da ist auch schon ihr neues Buch fertig!
Harriet Köhler liest aus ihrem neuen Roman „Und dann diese Stille“
4. März 2010, 20 Uhr
Literaturhaus Frankfurt
Die NEON schreibt in der aktuellen Ausgabe:
„Ein schmerzhaft analytisches Generationsporträt , das dennoch voller Hoffnung ist.“
Ein schöner Abend, mit uns, euch und natürlich Harriet,
also macht euch auf die Füße, in die Bahnen und alles was sonst noch trägt…
lay out your layout,
roll es auf dem Boden aus!
Hier tut sich was, das ist sehr Weeee. Gänsehaut auf dem Server, merkt ihr das? Wenn euch etwas auffällt, das unsere bastelnden und knobelnden Augen nicht sehen, wenn in der Nutzung der Seite etwas nicht stimmt, wenn ihr den wunderbaren Olli für seine binäre Arbeit loben wollt, immer nur her damit!
Baugrubengrüße aus dem Untergrund!
Schreibzimmerlesung
Auch wir lernen nie aus…
…und so hat das Schreibzimmer den Underground auch dieses Mal (zumindest teilweise) wieder.
Am 29. Januar ist Abschlusslesung im Literaturhaus Frankfurt.
Erweist uns die Ehre und erscheint zahlreich!
Schmeißt die Hüte hoch
-der Untergrund
Lesung an der Ernst-Reuter-Schule
Auch Schulen sind nicht Underground-sicher!
Matthias Göritz bringt den Ernst-Reuter-Schülern das Schreiben näher und auch hier ist, wie sollte es anders sein, der Untergrund (in Person von Karolin) vertreten.
Laut gelesen wird am Freitag, den 4. Dezember 2009 im Schultheater-Studio in der Ernst-Reuter-Schule im Frankfurter Nordwesten.
Herzlich eingeladen sind alle,
kommen darf jeder,
Anfeuerungen sind gern gesehen!
Es grüßen
Nikolaus und Underground
nächste Lesung:
Am dritten Dezember rocken die Teilnehmer des Open Writing Workshops (geleitet vom niedlichen Markus Orths) das Frankfurter Literaturhaus. Der Eintritt ist frei, der Abend wird wortgewaltig.
Schöne Aussicht 2, 20 Uhr.